Erfahrungen & Bewertungen zu WEBversiert GmbH
7. September 2020

E-Commerce-Trends in 2020 – und darüber hinaus?

Noch ist nicht sicher, welche langfristigen Auswirkungen die Corona-Krise auf den Onlinehandel hat. Auch jetzt schon zeigt sich - manche Branchen profitieren, während andere um Profit kämpfen müssen.

Die zukunftsweisenden Entwicklungen werden aber wohl dennoch stattfinden und das Onlineshopping voranbringen. Hier erfährst du, welche E-Commerce-Trends dich in Zukunft erwarten werden.

Auf dem aufsteigenden Ast: Von diesen E-Commerce-Trends können Shops der Zukunft profitieren

Trend 1: Augmented Reality

Nicht nur für Onlineshops ist die Augmented Reality ein interessantes Gimmick: Handyspiele wie Pokémon Go oder die AR-Suchfunktion von Google* machen sich die Vorzüge der erweiterten Realität schon jetzt zunutze.

Bei AR handelt es sich um eine Funktion, bei der ein virtuelles Objekt in deine Lebensrealität eingefügt wird. Das funktioniert für gewöhnlich über ein mobiles Endgerät und mit Hilfe der Kamera und des Trackings. Ein gängiges Beispiel ist aber auch die Sportübertragung, wenn nachträglich die Flugbahn des Balls oder ähnliches eingefügt wird.

*Gib doch über dein Smartphone in die Google-Suche mal Tiger ein. Unter In 3D ansehen hast du die Möglichkeit, das Tier in voller Lebensgröße in deine Umgebung zu projizieren. (Das geht übrigens auch mit vielen weiteren Tieren wie Pferd, Schildkröte …)

Kein Pferd auf dem Flur, aber eine Schildkröte im Schlafzimmer - AR macht es möglich.

AR als E-Commerce-Trend

Was bisher wie ein lustiger Freizeitspaß klingt, kann vor allem im E-Commerce sehr praktisch sein. Möbelhäuser und Optiker machen es vor: Mit Hilfe der erweiterten Realität kannst du schon jetzt testen, wie dir ein Brillengestell steht, oder ob die Kommode im Warenkorb auch wirklich ins Wohnzimmer passt.

Vor allem die digitale Anprobe von Kleidung könnte zum absoluten Trend werden – denn wer kennt nicht die Frustration, wenn ein bestelltes Teil nicht sitzt und wieder zurückgeschickt werden muss? An dieser Stelle muss sich die Technik allerdings noch weiterentwickeln, damit es ansprechender aussieht und reibungslos funktioniert.

So sieht das Möbel-Shopping mit AR aus

Sehr sicher wird sich dieser E-Commerce-Trend in Zukunft durchsetzen. Wer weiß, vielleicht bekommt er durch die Corona-Krise sogar einen neuen Schub, denn das Shopping nach Haus zu verlegen ist zur heutigen Zeit nicht die schlechteste Idee.

Trend 2: Mobile Commerce

Die Nutzung von mobilen Endgeräten nimmt immer weiter zu. Ein wichtiger E-Commerce-Trend ist daher Mobile Commerce – also der Internethandel für Smartphone, Tablet und Co. Dabei reicht es allerdings nicht, einen existierenden Shop einfach auf so einem Gerät verfügbar zu machen.

Für manche Menschen ist ein mobiles Endgerät das einzige internetfähige Gerät, das sie nutzen – mal ganz abgesehen davon, dass vor dem kleinen Bildschirm generell sehr viel Zeit verbracht wird. Die Verwendung deines Onlineshops auf einem Tablet oder Smartphone sollte daher absolut reibungslos möglich sein.

Optisch angepasst

Bei Mobile Commerce geht es sowohl um optische als auch um technische Anpassungen. Zunächst mal sollte dein Onlineshop auf Bildschirmen unterschiedlicher Größe und Auflösung dargestellt werden können - ohne, dass es zu Fehlern kommt.

Das heißt zum Beispiel:

  • Tabellen, Bilder und Text müssen so dargestellt sein, dass sie einfach gelesen/angesehen werden können.
  • Der Shop muss leicht bedienbar sein – Buttons dürfen beispielsweise nicht zu klein sein, um sie anklicken zu können.
  • Das Design darf sich auf keinem Bildschirm verschieben oder überlappen etc.

Typische E-Commerce-Funktionen

Aber auch aus technischer Sicht ist eine Anpassung notwendig. Der Bestellprozess sollte noch schneller möglich sein als am PC. Oft werden Produkte „mal eben“ zwischendurch bestellt, weshalb der Weg zur Bezahlung möglichst unkompliziert erfolgen sollte. Niemand hat Lust, sich minutenlang durchzuklicken.

Auch die Bezahlung selbst muss angepasst werden. Kaum jemand hat ständig seine Bankdaten bei sich. Die Nutzung von Bezahldiensten wie Paypal ist hier unerlässlich.

Mobile Anpassung als Rankingfaktor

Google setzt schon jetzt auf responsive Designs für alle Websites. Für die SEO-Optimierung ist es deshalb sehr wichtig, dass die Seite von mobilen Endgeräten einwandfrei umgesetzt werden kann.

Einer der wichtigsten Leitsätze bei der Suchmaschinenoptimierung ist schon lange „Mobile First!“. In Zukunft wird sich an der Entwicklung dieses (E-Commerce-)Trends auch nichts ändern.

Trend 3: Social Shopping

Ein weiterer E-Commerce-Trend, der eng mit der Nutzung von mobilen Endgeräten zusammenhängt, ist Social Shopping. An kaum einem Ort verbringen die Menschen so viel Zeit, wie in den Sozialen Netzwerken.
Nutze das, indem du deine Produkte genau auf diesen vertreibst.

Facebook hat seine Funktionen als E-Commerce-Plattform stark angepasst. Hier und über das dazu gehörige Instagram kannst du deine potenziellen Käufer erreichen, während sie ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen - Soziale Netzwerke checken.

Der Trend geht zu Sozialen Medien mit eigener E-Commerce-Struktur: Produkte können sofort über diese Plattform gekauft werden, Bestellinformationen, Preise etc. sind im Posting zu finden …

In Zukunft werden wohl alle Sozialen Medien versuchen, sich den Onlinehandel zunutze zu machen. Wenn du den Anschluss nicht verlieren möchtest, solltest du diesen E-Commerce-Trend im Auge behalten.

Wir haben uns mit diesem Thema schon in anderen Blogbeitragen befasst. Wenn du mehr erfahren möchtest, lies doch mal rein:

Facebook Shops - E-Commerce auf einem neuen Level?
Social Shopping für Shopware 6: Plugin für den Verkauf in Sozialen Medien

Trend 4: Künstliche Intelligenz

Die Künstliche Intelligenz (KI) im E-Commerce-Bereich ist etwas, das schon recht lange im Gespräch ist. KI ist schon jetzt ein riesiger Trend im Onlinehandel, bietet aber weitaus mehr Chancen, die sich in Zukunft weiterentwickeln werden.

Automatische Datenerhebung

Mit Hilfe der sogenannten Predictive Analytics können Werbung und Produktempfehlungen gezielt an Nutzer angepasst werden. Mit Hilfe von KI wird die Datenauswertung sehr viel einfacher. Ein aktuelles Problem: Datenschutz. Natürlich ist er wichtig! Die automatische und kontrollierte Lenkung der individuellen Customer Journey wird dadurch allerdings erschwert.

Personalisierung

Besonders interessant wird das Einkaufserlebnis, wenn es von Grund auf personalisiert ist. KI als E-Commerce-Trend kann dafür sorgen, dass jede Seite genau auf potenzielle Kunden zugeschnitten ist. Samt individueller Ansprache, auf Bedürfnisse angepasste Artikel ...

Kommunikation

Da Soziale Medien total im Trend liegen, entwickelt sich auch die Kommunikation mit Unternehmen. Nutzer erwarten schnelle Antworten und ständige Erreichbarkeit.

Schon jetzt können mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz automatisierte Antworten eingestellt werden. In Zukunft wird sich diese Art der Kommunikation wohl weiterentwickeln - vielleicht, bis kaum zwischen Mensch oder Maschine unterschieden werden kann.

Die Künstliche Intelligenz als E-Commerce-Trend bietet noch viel mehr und ist deshalb wohl eines der beliebtesten Zukunftsthemen.

Trend 5: Security-Infrastruktur anpassen

Es sollte selbstverständlich sein, ist aber auch so wichtig, dass wir es einfach erwähnen müssen: Sicherheit ist das A und O.

Mit der steigenden Datensammlung durch das Internet muss auch die Sicherheit steigen. Dein Shop sollte daher über eine ausgefeilte Security-Infrastruktur verfügen – für die Nutzung am Desktop und über Soziale Netzwerke.

Das Sicherheitskonzept sollte sich dabei nicht nur auf deinen Shop begrenzen, sondern auch alle anderen verknüpften Verkaufskanäle umfassen.

Bei diesem E-Commerce-Trend ist die Devise: Sicherer geht immer!

Trend 6: Headless Commerce

Shopware und andere Shopsysteme bieten dir schon jetzt die vielen Möglichkeiten des Headless Commerce. Das ist gut, denn dieser E-Commerce-Trend wird sich durchsetzen. Sogenannte APIs (performante Schnittstellen) sorgen hierbei dafür, dass dein Business flexibel an deine Wünsche angepasst werden kann.

Du kannst losgelöst von strikten Vorgaben eines Systems arbeiten, mehrere Kanäle verbinden und die benötigten Funktionen individuell anpassen – genau so, wie du sie brauchst.

Weil E-Commerce-Projekte immer umfangreicher und komplexer werden, ist Headless Commerce in Zukunft besonders wichtig.

Trend 7: Sustainable E-Commerce

Nachhaltigkeit ist ein Thema, das immer mehr Menschen umtreibt - logisch, schließlich betrifft es uns alle! Einige Unternehmen haben ihre Strukturen und Prozesse mittlerweile dementsprechend angepasst. Hier ist aber definitiv noch Raum nach oben.

Klimaneutraler Versand und recycelbare Verpackungen bilden dabei den Anfang. In Zukunft wird der E-Commerce sich hier allerdings weiterentwickeln müssen - Emissionen bei der Produktion, der IT-Infrastruktur, Lagerung, Wegwerfprodukte ... es gibt viel, das hier angepasst werden kann.

Entwicklung von E-Commerce-Trends

Das Wort "Trend" wird oft für Dinge genutzt, die gerade "in" und relativ kurze Zeit später schon nicht mehr aktuell sind – Modetrends sind wohl das beste Beispiel dafür.

Im Falle der E-Commerce-Trends kann allerdings davon ausgegangen werden, dass es sich um eine langfristige Entwicklung handelt. Die oben beschriebenen Funktionen werden sich festigen und den E-Commerce in Zukunft dauerhaft besser machen.

Diese Marken schenken uns ihr Vertrauen

linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram