Shopware Template

Shopware Template

Vorab möchten wir zwei Begrifflichkeiten klären: Wenn wir vom Design sprechen, meinen wir damit die Photoshop-Vorlage. Als Template bezeichnen wir hingegen die funktionelle Umsetzung des Designs in gewünschter Programmiersprache.

Bevor Sie mit der Umsetzung eines Shopware-Templates beginnen, ist es wichtig einige Fragen zu klären, die Auswirkungen auf das Design und das Template haben. Dadurch sparen Sie Zeit und Kosten. Beispiele sind die Wahl des Grundlage-Templates, die gewünschten Funktionalitäten des Shops oder der GradShopware Plugins der Individualisierung. Diese Aspekte werden während des Designs oft vernachlässigt. Deshalb haben wir einen Leitfaden erstellt, der Sie bei der Realisierung Ihres Templates unterstützen soll.

Welche Funktionalitäten soll der Shop haben?

Der Aufwand für die Erstellung eines Shopware Templates hängt stark von den gewünschten Funktionalitäten Ihres Shops ab. Nicht jede Funktion, die mit Shopware ausgeliefert wird, kommt auch tatsächlich zum Einsatz. Beispiele hierfür sind die Tagwolke, Merkzettel oder auch die Artikel-Vergleichsfunktion. Template Anpassungen für Funktionen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht benötigt werden, können somit ausgelassen werden. Einige Funktionen sind wiederum standardmäßig deaktiviert, wie z. B. die Möglichkeit des potentiellen Käufers Anmerkungen vor dem Bestellabschluss zu hinterlassen. Dadurch können Sie beim Designen übersehen werden. Beim Aufsetzten des Designs und des Templates wird folglich von weniger Inhalten ausgegangen als tatsächlich der Fall ist. Dies führt oft zum umfangreichen Re-Design und zu mühsamer Abänderung des Shopware Templates.

Wenn die Standard-Features in Ihrer Shopware Professional Edition nicht ausreichen, können Sie auf funktionelle Erweiterungen, sogenannte „“, zugreifen. Die Plugins können in drei Gruppen zusammengefasst werden:

  • Shopware Premium-Plugins
  • Drittanbieter-Plugins
  • individuelle Plugins

Shopware Premium-Plugins bzw. Drittanbieter-Plugins können Sie über den Shopware Store beziehen. Werden Sie dort bei dem nicht fündig wonach Sie suchen, wäre die Alternative ein eigenes und somit individuelles Plugin zu entwickeln. Falls Ihr Bedarf besteht, stehen wir Ihnen als zertifizierte Shopware Agentur gerne zur Seite.

Durch Plugins können sowohl im Frontend als auch im Backend Ihres Shops Änderungen entstehen. Dies geschieht weil die Plugins Ihr Template an bestimmten Stellen überschreiben, um inhaltliche Erweiterungen vorzunehmen. Hier ist Sorgfalt geboten, denn die Auswirkungen sind häufig anders als erwartet. Werden im weit fortgeschrittenen Stadium zusätzliche Plugins aktiviert, tauchen oft Probleme auf. Als Folge müssen Design Entscheidungen und Template Anpassungen revidiert werden, um den Plugins den benötigten Platz einzuräumen. Aus diesem Grund empfehlen wir von Beginn an einen Plan mit einer Übersicht zu erstellen, welche Funktionen gebraucht werden.

Was für Inhalte sollen präsentiert werden?

Im Unterschied zu einer regulären Webseite hegen Shops bedeutend mehr Seitentypen. Ein Seitentyp definiert die Struktur von beispielsweise Kategorieseiten, Artikelseiten oder des Warenkorbs. Auch wenn die Startseite eigentlich die allumfassende Kategorieseite ist, wird diese stets als eigener Seitentyp betrachtet. Als meistbesuchte Seite Ihres Shops muss die Startseite in Sekundenbruchteilen Sorge tragen, dass der Besucher durch vertrauensbildende und emotionale Elemente sich auf Ihr Shop einlässt.

Andererseits bindet nicht jeder Shop-Betreiber jeden Seitentyp mit ein. Ein Beispiel hierfür sind Blogseiten. Ebenfalls werden nicht immer alle vorhandenen Formulare dem Kunden angeboten. Möchte man z. B. für die Kategorieseiten nur die Listenansicht aktiviert haben, können Sie Zeit und Nerven sparen, ebenfalls die tabellarische Ansichten zu designen. Werden Inhalte in Zukunft doch noch benötigt, ist eine nachträgliche Umsetzung unproblematisch realisierbar.

Auf welchem Grundlagen-Template soll der Shop aufgebaut werden?

Sobald die Liste der Features und der Inhalte ausgearbeitet wurde, steht der Design-Erstellung und der Template-Programmierung nichts mehr im Wege. Ein vollständiges, individuelles Design bzw. Template kann jedoch aus verschiedenen Gründen wie z.B. zu wenig Budget, nicht immer als Option zur Verfügung stehen. In diesem Falle können über den Shopware Store fertige Templates kostenpflichtig bezogen werden. Diese werden im zweiten Schritt dem eigenen Corporate Design angeglichen, sprich Logo, Farben und Schrift werden angepasst.

Selbst bei der Erstellung eines individuellen Templates wird immer mit einem Grundlagen-Template gearbeitet. Durch Grundlagen-Templates wird sichergestellt, dass auch wirklich alle relevanten Informationen abgebildet werden, die Shopware im Hintergrund bereitstellt. Hier bietet Shopware kostenfreie und kostenpflichtige Varianten an. Das Standardtemplate hat den Vorteil, dass für alle Standardfunktionalitäten, Seitentypen oder Shopware Premium-Plugins eine sinnvolle Integration vorhanden ist. Der Nachteil liegt darin, dass die Templates nur bedingt dem aktuellen Webgeschehen entsprechen. Dies schlägt sich besonders durch das Fehlen eines Responsive Designs nieder. Bei bestimmten mobilen Geräten sind dadurch bzgl. der Nutzbarkeit deutliche negative Auswirkungen zu erwarten. Kostenpflichtige Templates schließen größtenteils die Lücke und liefern ein modernes Erscheinungsbild. Hinsichtlich der Qualität gibt es dabei je nach Template jedoch starke Unterschiede.

Weiterhin zu beachten wäre noch, dass viele Plugins auf das Standardtemplate von Shopware ausgerichtet sind und somit höchstwahrscheinlich nicht responsive gestaltet wurden. Im Worst-Case-Szenario müssen dann für die Plugins sowohl eine technisch-responsive Anpassung als auch eine optische Annäherung an das gekaufte Template erfolgen. Unter Umständen bedeutet dies viel Zeit und Kosten. Vergleichsweise kostspieliger und zeitaufwendiger wäre jedoch die Nutzung eines Standardtemplate als Grundlage für ein eigenes Responsive Design. In dem Fall müsste neben den Plugins auch noch das gesamte Template responsive gemacht werden.

Demnach empfehlen wir folgende Faustregeln:

  • Setzen nur das Standardtemplate ein, wenn sie wissen, dass in Ihrer Branche der mobile Einkauf unüblich ist. Beispiele dafür wären B2B, hohe Nutzung von Desktops, Laptops ggf. auch Tablets. Dabei dürfen Sie nicht vergessen, dass sich die Stimmung schnell ändern kann und Ihre Kunden früher oder später entgegen der Erwartungen auch mobil einkaufen werden.
  • Sind Sie in einer Branche tätig, in der Ihre Kunden mobil Online-Einkäufe tätigen, empfehlen wir Ihnen sich für ein Template mit Responsive Design zu entscheiden. Hierbei wählen Sie ein Template aus, das möglichst nahe an Ihre Design-Vorstellungen kommt. Außerdem sollte das Template mindestens drei Stufen im Bezug auf das Responsive Design haben: 1. Für Smartphones, 2. für Tablets, 3. für Laptops und Desktops.
  • Werden Sie bei der responsiven Template-Auswahl nicht fündig, empfehlen wir Ihnen, sich von einem Fachmann beraten zu lassen. So können Sie abwägen, welches Vorgehen für Sie am besten ist. Dazu stehen wir Ihnen natürlich gerne zur Verfügung.

Das Shopware Standardtemplate können Sie unter http://www.shopwaredemo.de/ einsehen. Kostenpflichtige Templates finden Sie hier: http://store.shopware.com/templates-layout/

Wie viel Individualisierung ist notwendig?

Im optimalen Fall ist die Darstellung aller Inhalte, Funktionen, Plugins, etc. an Ihr individuelles Corporate Design anzupassen. Allerdings steht dafür meist nicht genug Budget zur Verfügung. Es können die bereits genannten Seitentypen individualisiert werden, aber auch einzelne Elemente, die durch Standardfunktionalitäten bzw. Plugins eingebettet werden. Ein Element ist z. B. eine Slider-Bildansicht, ein Slider der zuletzt angesehenen Artikel oder die Tag-Wolke. Login-Popups oder Artikel-Vergleichspopups sind ebenfalls Elemente. Während Seitentypen oder Elemente nicht immer zu sehen sind, sind bestimmte Grundelemente ständig dem Besucher sichtbar wie z.B. der Header und der Footer, Seitenhintergrund, sowie die Standardfarben und Standardschriftarten. Grundelemente sind bedeutend für Ihr Corporate Design und müssen beim Erstellen des Templates unbedingt individualisiert werden. Ist für die Individualisierung der Seitentypen und anderer Elemente kein bzw. wenig Budget vorhanden, sollten diese vom Grundlagen-Template abgeleitet werden. Damit ist u.a. die farbliche Anpassung an das Corporate Design gemeint, ohne dass in die Positionierung oder in das Design eingegriffen wird.

Die nachfolgende Liste enthält reguläre Seitentypen und Elemente, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Die Liste wurde von uns subjektiv nach Priorität erstellt und im Hinblick auf die Individualisierung des Designs von oben nach unten sortiert.

Shopware Template

Wie wichtig die Individualisierung der Templates einzelner Plugins im Endeffekt ist, muss in Einzelfall entschieden werden. Sobald Sie auf kostenpflichtige Templates setzen, werden Sie jedoch um gewisse Fehlerkorrekturen bei den Plugins nicht herumkommen. Zudem sollen Sie beachten, dass eine Individualisierung sowohl mit der Erstellung eines Designs als auch der entsprechenden Programmierung des Templates einhergeht.

Fazit

Die Auswahl und Implementierung des Designs und des Templates für Online Shops bzw. Shopware Shops ist eine komplexe Angelegenheit, die einen bedeutenden Anteil des Gesamtbudgets ausmacht. Die Kosten können sich schnell vervielfachen, wenn Ihr Shop mit Responsive Design ausgestattet werden soll. Falsche Entscheidungen können unnötige, zusätzliche Kosten verursachen, die bei einer sorgfältigen Planung vermeidbar wären. Andererseits soll auch nicht an falscher Stelle gespart werden, denn ein lieblos umgebautes kostenpflichtiges Template indem beispielsweise nur das Logo eingebettet wurde, weckt keine Emotionen beim Besucher und wird schnell in Vergessenheit geraten. Von daher lohnt es sich, im Vorfeld Zeit zu investieren, um sich entsprechend beraten zu lassen, welches Template auf Ihre speziellen Bedürfnisse und in das zur Verfügung stehende Budget passt.

2017