6. April 2020

Produktfotos selbst machen – so funktioniert's sogar mit dem Smartphone

Zu Zeiten des Coronavirus muss man schnell zum Improvisationstalent werden. Aber was, wenn man quasi über Nacht zum Online-Händler wird und mit richtig guten Produktfotos überzeugen muss?

Das Problem ist kleiner, als du vielleicht denkst. Überzeugende Produktfotos für deinen Online-Shop bekommst du sogar mit dem Smartphone hin! Und wir zeigen dir, wie es geht.

Du hast noch keinen Online-Shop, genau dieser könnte dir aber durch die Corona-Krise helfen? Unser neues Projekt Filiale.Digital ist dafür ausgelegt, dir so schnell wie möglich zum eigenen Internet-Auftritt zu verhelfen. Innerhalb von 48 Stunden erstellen wir deinen Online-Shop. Mit der dazugehörigen persönlichen Online-Schulung sorgen wir außerdem dafür, dass du ihn auch ohne technisches Vorwissen bedienen kannst.

Welche Produktfotos bevorzugt deine Zielgruppe?

Bevor du damit beginnst, deine Produktfotos zu erstellen, solltest du dir einige Gedanken über die Präsentation machen. Führe dir deine Zielgruppe vor Augen, vielleicht kannst du dich sogar an der Dekoration in deinem Laden orientieren. Frage dich, was deine (potenziellen) Kunden sehen wollen und was zu deinem Produkt passt.

Entscheide dich, ob du auch für deine Bilder Dekoration verwenden oder sie ganz ohne Schnickschnack präsentieren möchtest. Oder eignen sich deine Waren, um dynamisch und in Benutzung präsentiert zu werden?

Egal, für welches Konzept du dich entscheidest: Folge einem Gesamtkonzept. Deine Bilder sollten einen Wiedererkennungswert haben, der sich über die ganze Web-Präsenz zieht. Das heißt nicht, dass jedes Bild genau gleich aufgebaut sein muss. Zumindest aber sollte eine ähnliche Stimmung transportiert werden.

Das sollte auf deinen Fotos zu sehen sein

Überlege, welche Informationen dir selbst wichtig sind, wenn du ein Produkt in einem Online-Shop ansiehst. Was möchtest du wissen, was sehen? Würdest du eine Tasche kaufen, von der du nur weißt, wie sie von außen aussieht? Wahrscheinlich nicht.

Mache dir bewusst, welche Teile deines Produkts relevant sind. Fotografiere von allen Seiten und hebe Besonderheiten durch Großaufnahmen hervor.

Bei bestimmten Produkten könnte auch die Größe relevant sein. Nutze hier geschickt einen Alltagsgegenstand als direkten Größenvergleich.

Kleidung sollte, wenn möglich, im getragenen Zustand präsentiert werden. Nur so sieht der Kunde, wie der Stoff fällt und wie der Schnitt sich an den Körper anpasst.

Diese Ausstattung brauchst du, um Produktfotos zu erstellen

Sicherlich möchtest du dir für ein paar Produktfotos nicht sofort Profi-Equipment zulegen – musst du zum Glück auch nicht. Ein paar Materialien solltest du aber trotzdem parat haben, um das Beste aus deinen Fotos herauszuholen.

  • eine Kamera
  • einen geeigneten Hintergrund
  • gute Lichtverhältnisse
  • weißes Papier oder Styropor
  • ein Stativ
  • optional: eine Softbox

Die richtige Kamera

Logisch. Ohne Kamera keine Produktbilder. Aber vielleicht fragst du dich, welches Modell das Beste ist und ob du dir jetzt eine Spiegelreflexkamera besorgen musst. Wir können dich beruhigen – dein Smartphone reicht vollkommen aus. Besonders die neueren Modelle sind mit wirklich guten Kameras ausgestattet. Richtig eingesetzt, kannst du damit tolle Ergebnisse erzielen!

Falls dir die Qualität doch nicht ausreicht, hast du aber die Möglichkeit, spezielle Objektive für dein Smartphone kaufen.

Ein Stativ

Schon das Auslösen durch Fingerdruck kann dein Produktfoto verwackeln. Dem kannst du entgegenwirken, indem du den Selbstauslöser aktivierst.

Noch sicherer steht deine Kamera aber mit einem Stativ.

Der geeignete Hintergrund

Es gibt unterschiedliche Hintergrund-Methoden, die sich für dein Produktfoto eignen. Achtung: Bevor du dich entscheidest, solltest du dir wieder die Wünsche deiner Zielgruppe ins Gedächtnis rufen.

Einheitlicher Hintergrund

Ein einfarbiger Hintergrund sorgt dafür, dass es keine Ablenkungen gibt. Im Fokus steht ausschließlich das Produkt. Entscheidest du dich für diese Variante, solltest du einen weißen oder grauen Hintergrund wählen.

Je nachdem, welche Voraussetzungen du hast, musst du hier ein wenig kreativ werden. Ein gespanntes Bettlaken, ein großes Stück Papier oder andere glatte Gegenstände eignen sich hervorragend. Wichtig ist, dass sich der Hintergrund sowohl unter als auch hinter deinem Produkt befindet.

Du kannst auch einen weißen Boden oder eine Wand benutzen, besser sind aber Materialien, mit denen du eine sogenannte Hohlkehle hinbekommst.

Vereinfacht erklärt: Eine Hohlkehle sorgt dafür, dass die Kante zwischen Wand und Boden abgerundet ist. Das erreichst du, indem du einen nahtlosen Übergang schaffst. Der Vorteil ist, dass du im Hintergrund keine störende harte Linie hast. Wir haben mal versucht, das mit Hilfe einer Grafik zu verdeutlichen:

Unscharfer Hintergrund

Die zweite Möglichkeit ist, etwas im Hintergrund zu platzieren, das thematisch zu deinem Produkt passt. Einen Stift kannst du beispielsweise auf dem Schreibtisch platzieren, auf dem man im Hintergrund andere Büromaterialien sieht.

Damit der potenzielle Kunde nicht vom eigentlichen Produkt abgelenkt wird, solltest du eben dieses fokussieren. So wird der Hintergrund deines Produktfotos nur schemenhaft dargestellt. Auf deinem Smartphone kannst du diesen Effekt mit dem Porträtmodus erzielen.

Im aktiven Einsatz

Wenn dir die oben genannten Beispiele zu langweilig sind, kannst du das Ganze auch dynamisch aufziehen.

Verkaufst du Taschen, Ohrringe oder andere Produkte, die man am Körper tragen kann? Dann kannst du diese auch genau so darstellen. Mache beispielsweise eine Nahaufnahme von Ohrringen, die jemand trägt. Die Person selbst muss man dabei gar nicht erkennen, vielleicht reicht es schon, Haar und einen Teil des Profils zu sehen.

Gute Lichtverhältnisse

Damit dein Produkt richtig in Szene gesetzt wird, solltest du auf einen angenehmen Lichteinfall achten. Am besten eignet sich dafür weiches, natürliches Licht, wie man es beispielsweise unter einem Fenster findet. Das Problem: Die Sonne steht nicht immer gleich, manchmal schiebt sich eine Wolke in den Weg – das Licht wird wahrscheinlich nicht bei jedem Produkt gleich gut sein.

Um das zu gewährleisten, kannst du dir eine sogenannte Softbox bestellen. Dabei handelt es sich um eine Flächenleuchte, die eine gleichmäßige Ausleuchtung gewährleistet. Je nach Größe deiner Produkte reicht aber auch eine Fotobox – ein kleiner Würfel, der an fünf Seiten geschlossen ist. So kannst du dein Objekt hineinlegen und von der offenen Seite aus fotografieren. Mit Lampen, die du rechts und links platzierst, wird ein gleichmäßiger Lichteinfall kontrolliert.

Wenn dir das alles zu kompliziert ist, lassen sich mit etwas Übung auch gute Ergebnisse mit einer Schreibtischlampe erzielen.

Du solltest dafür sorgen, dass das Licht von zwei gegenüberliegenden Seiten kommt. Wenn du deine Fotos vor einem Fenster machst, gestaltet sich das schwierig. Am besten platzierst du den Gegenstand zwischen der natürlichen Lichtquelle und einem weißen Karton oder einer Styroporplatte. Die helle Fläche reflektiert das Licht. So wird dein Produkt von beiden Seiten gut ausgeleuchtet.

Auf einen Kamerablitz solltest du grundsätzlich verzichten.

Pro Tipp: Glänzende Produkte fotografieren

Glänzende Dinge sind der Endgegner jedes Hobby-Fotografen – und sicherlich haben auch manche Profis damit zu kämpfen. Wir haben ein paar Tipps für dich, wie du auch in diesem Fall gute Produktfotos hinbekommst.

Regel Nummer 1 ist dabei: Nicht direkt beleuchten. Nutze weiches Umgebungslicht und achte darauf, dass sich nichts in der Nähe befindet, das sich spiegeln könnte.

Im Idealfall schirmst du das Produkt ab, beispielsweise mit weißen Stoffstücken oder Plakaten. Wenn du dann durch einen schmalen Schlitz fotografierst, ist die Wahrscheinlichkeit einer Spiegelung sehr gering.

Für kleine Objekte eignet sich ein weißer Kunststoffeimer. Schneide einfach ein Loch in den Boden, das der Größe deines Objektivs entspricht. Stülpe ihn mit diesem Loch nach oben über dein Produkt, das auf einem weißen Untergrund steht. Beide Seiten des Eimers solltest du beleuchten. Jetzt kannst du von oben durch das Loch fotografieren.

Die Nachbearbeitung

Ein weiterer Vorteil, wenn du Produktfotos mit dem Smartphone macht: Du kannst sie sofort und unkompliziert bearbeiten. Mit dem richtigen Programm kannst du die Lichtverhältnisse weiter anpassen, Filter nutzen und störende Gegenstände, die sich doch aufs Bild gemogelt haben, verschwinden lassen.

Diese Apps können dich beispielsweise dabei unterstützen:

Du weißt jetzt, wie man gute Produktfotos macht, hast aber keinen Shop?

Dabei können wir dir helfen! Wir erstellen dir einen Online-Shop, in dem du deine Produkte fachgerecht präsentieren kannst. Im Zuge unseres Projekts Filiale.Digital wirst du sogar innerhalb von 48 Stunden zum Online-Händler. Melde dich gerne bei uns. Nutze dazu unser Kontaktformular oder ruf an: 0201 - 47 64 60 26

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